Doppellinie

2015    Männer haben’s auch nicht leicht
von Regina Rösch

An Automechaniker Rudolf Struppe ist der Kelch des Ehelebens mit all seinen schrecklichen Begleiterscheinungen bisher vorbeigegangen. Eigentlich könnte er ganz entspannt leben, wäre da nicht seine Schwester Apollonia. Vor allen Feiertagen sucht sie ihn regelmäßig heim, um seine heruntergekommene, verlotterte Wohnung durch eine "Putz- und Säuberungsorgie" wieder auf Vordermann zu bringen.

Getrieben von der Sorge um ihren verwahrlosten Bruder, dessen Cholesterinwerte unter aller Kanone sind, macht Apollonia selbst vor Rudolf nicht halt. Seine geliebte Fleischwurst und das tägliche Bier werden gestrichen und gnadenlos durch Tofuwürstchen, Müsli und Kräutertee ersetzt. Statt wie gewohnt nach sieben Bierchen in langer Unterhose auf dem alten ramponierten Sofa zu nächtigen, muss Rudolf seine Nächte nun "wie jeder normale Mensch" im engen, an allen Stellen zwickenden Schlafanzug im Bett verbringen und wird selbst da in seinen Träumen von Staubtüchern und Putzlappen verfolgt. Als Apollonia beschließt bis zum traditionellen Heimatfest volle neun Wochen bei Rudolf zu wohnen und überlegt, entweder ganz zu ihm zu ziehen oder ihn endlich unter die Haube zu bringen, beginnt für Rudolf der nackte Kampf ums Überleben.
Seine Freunde beginnen schließlich einen Plan zu seiner Rettung zu schmieden.
Doch auch die Frauen des Ortes sind nicht untätig, sieht man doch eine letzte Chance einen weiblichen Restposten vor dem grausamen Ende als vertrocknete Jungfer zu bewahren.

Bildergalerie vom Theaterstück: